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Befestigte Straßen gibt es nahezu ausschließlich zu den
Ausgangspunkten der Trekkingrouten und als Verbindung der Städte. Wobei
selbst diese in einem für unsere Verhältnisse desolaten Zustand sind.
Besonders nach der Regenzeit sind Teile der Straße abgerutscht. Tiefe
Schlaglöcher sind die Regel. Eine Busfahrt gehört so mit zum größten
Abenteuer in Nepal.
Die bekannten Trekkingrouten liegen
auf den Verbindungswegen der Dörfer. Es handelt sich dabei um mehr oder
weniger breite, teilweise sehr gut ausgebaute Wege. Treppen sind ein
Hauptmerkmal dieser Routen. So muss man im Annapurnagebiet bei Ulleri ohne
Unterbrechung ca. 3500 Stufen gehen. Von Sinuwa auf dem Weg vom Annapurna
Basecamp zurück muss man etwa 3000 Stufen abwärts gehen und auf der
anderen Seite 2855 Stufen (ich hoffe ich habe mich nicht verzählt) hoch
nach Chomrong.
Je höher man ist, desto schmaler werden die Wege und werden dann zu
Pfaden. Auf diesen Pfaden können Esel und Yaks begegnen. Es ist
empfehlenswert, bergseits an diesen Tieren vorbei zu gehen.
Auf hohen Pässen und bei der Besteigung von Aussichtsbergen, die
vorwiegend technisch einfach zu besteigen sind, muss selbst im Mai noch
mit Neuschnee oder Schneeresten gerechnet werden. Bei viel Neuschnee
besteht teilweise Lawinengefahr. Allerdings hält der Schnee nicht sehr
lange. Von zwanzig Zentimeter Neuschnee in der Nacht ist am frühen
Nachmittag in der Regel nichts mehr zu sehen.
Viele Trekkingrouten gehen an Flussläufen entlang. Dabei muss oft die
Seite des Flusses überwunden werden. Dies geschieht über abenteuerliche
Brücken, die durch die enormen Wassermengen des Monsun, der ab
Ende Juni über das Land hereinbricht, zerstört werden können.
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