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Tourenbeschreibung Mustang

Durch das Kali Gandaki in das verborgene Königreich

Voraussetzungen:
- ein allgemein guter Gesundheitszustand und ausreichende Kondition für Gehzeiten bis 7 Stunden
Schwierigkeitsbewertung:
- leicht bis mittelschwierig
- "Achtung" bei dieser Tour herrschen teilweise heftige Winde und Staub. Mundschutz durch Tuch erforderlich!
 
Charakteristik
:
Mustang ist für den Tourismus erst seit wenigen Jahren zugänglich. Durch hohe "Eintrittsgebühren" hält man seither den Tourismusstrom in Grenzen.
Tourenbeschreibung Mustang:
(Änderungen vorbehalten, Zeitangaben sind Richtwerte)

1. Tag: Busfahrt nach Pokhara, Resttag zur freien Verfügung

2. Tag: Kagbeni, 2900 Meter, 2,5 Stunden
Transfer zum Flughafen und Flug nach Jomosom, Wanderung nach Kagbeni, dem Eingangstor nach Mustang. Jomosom heißt auf Tibetisch Dzongsumba, hier befand sich früher einmal die Grenze zu Tibet. Nach Ankunft in Jomosom und Mittagessen setzen wir uns in Bewegung. Von Jomosom, 2720 Meter, gehen wir in nördlicher Richtung zu einer Brücke, dort auf die östliche Seite des Thak Khola (Fluss) und zum Hauptdorf. Nun weiter in einer Geröllebene bis Panda Khola, 2790 Meter. Hinüber nach Ekle Bhatti, 2840 Meter und auf dem unteren Weg bis Kagbeni, 2900 Meter, einer Siedlung mit mächtigem Klosterturm.

3. Tag: Chhuksang, 3050 Meter, 5 Stunden
Durch das Dorf, dann rechts hoch zu einem kleinen Pass und auf einem Hangweg meist flach weiter, dann hinunter zum Schuttbett des Dhingho Khola. An dessen östlicher Seite zu einen Platz, wo man das Schuttbett wieder verlässt, 2900 Meter. Nun gehen wir rechts hoch auf ein Plateau, dann hinunter in ein Tal und auf einem Hangweg nach Tangwe, 3100 Meter. Von hier wandern wir hinauf zu einem Pass mit Sicht auf Chhuksang und Chele und weiter hinunter zum Thak Khola in die Hauptgasse von Chhuksang.

4. Tag: Samar, 3700 Meter, 5 Stunden
Wir bleiben auf der östlichen Seite des Kali Ghandaki bis zu einer Brücke. Hier wechseln wir auf die westliche Seite des mächtigen Flussbettes und gehen steil hinauf nach Chele, 3200 Meter. Weiter steil hinauf durch malerische Gegend, über einen Canyon und entlang eindrucksvoller Sedimentwände zum Taklam La (Pass), 3624 Meter. Danach fast flach nach Samar.

5. Tag: Geling, 3510 Meter, 6 Stunden
Von Samar geht es zunächst steil bergab, über ein Seitental, dann steil hinauf zu einem Pass auf etwa 4000 Metern. Danach wandern wir hinab in einen tiefen Canyon. Zum Felsenkloster geht es über steile Stufen hinauf. Nach der Besichtigung dieses bedeutenden Klosters geht es langsam ansteigend zu der Siedlung von Shyammochen, 3800 Meter. Weiter ansteigend zum Shyammochen La, 4000 Meter. Hier haben wir phantastische Sicht auf eine trostlose Wüste im Norden und die glänzenden Gletscher des Annapurna Himal im Süden! Abstieg durch ein Seitental und ansteigend nach Geling.

6. Tag: Dhakmar, 3820 Meter, 6 Stunden
Zunächst Aufstieg zum Pass, Nya La, 4050 Meter, dann kurzer Abstieg und meist flach zu einem weiteren Pass, Ghemi La, 4000 Meter. Von dort hinunter nach Ghemi, 3690 Meter. Wir gehen nach einer Brücke links ab und steigen auf nach Kenam. Bald erreichen wir das an roten Felsen gelegene Dhakmar.

7. Tag: Tsarang, 3650 Meter, 5 Stunden
Anstieg zum Mui La, auf knapp 4200 Meter Höhe. Danach steigen wir ab nach Lo Gekhar und besuchen das wohl älteste Kloster des Tibetischen Buddhismus. Es soll noch vor dem Kloster Samye in Tibet errichtet worden sein. Unsere weitere Wanderung führt uns abwärts an Marang vorbei nach Tsarang.

8. Tag: Lo Manthang, 3760 Meter, 5 Stunden
Wir steigen ab in ein großes, tiefes Seitental, dann kurz hinauf und links aus dem Seitental hinaus in äußerst karger Landschaft, vorbei an einem mächtigen, einsamen Chörten, 3650 m und einem kleinen Übergang in eine große Ebene, 3710 m. Nun zum Teil auf einem sandigen Weg hinauf zum Lo La, 3950 m mit Sicht auf Lo Manthang. Der Abstieg erfolgt auf einem breitem Weg in die Ebene und flach zu den Stadtmauern von Lo Manthang, 3800 m.

9.Tag: Lo Manthang, 3760 Meter
(Nach Wunsch Ausritt nach Tinkar oder Garfuk) Es gibt viel zu sehen: die Stadt mit ihrer Mauer; die Chhoten Gompa (altes und neues Kloster mit vielen Novizen); Thupchen Gompa (prächtige Versammlungshalle, 20 x 25 m, 7 m hoch, mit 28 riesigen Holzsäulen); Champa Gompa (sehr schöne Statue des Buddha Maitreyia), das Schloss und König Jigme Palbar Bista. Mit etwas Glück wird er uns zu einer Audienz empfangen.

10. Tag: Yara, 3600 Meter, 5 Stunden
Immer stetig bergan steigt der Weg von Lho bis auf ein Plateau von ca. 4100 Metern Höhe. Dabei gibt es immer wieder schöne Ausblicke auf die Stadt zurück. Danach zieht sich unser Weiterweg auf der Höhe bleibend weiter; dabei gibt es hinter jeder Ecke faszinierende Ausblicke, z.B. auch auf Tsarang. Am Ende des Plateaus wartet ein sandiger und staubiger Abstieg durch eine enge Schlucht herunter nach Dri (3400 m) auf uns. Als wir aus der Schlucht heraustreten, sehen wir unter uns Dri am Mustang Khola liegen. In Dri machen wir unsere Mittagspause. Nach unserer Pause geht es zunächst über eine große Hängebrücke auf die andere Seite des Mustang Kholas, danach leicht bergan und dann quer zum Hang bis ins Tal des Puyon Khola. Als wir zurück auf Dri blicken, können wir nur noch erahnen, wo unser Weg aus der breiten Felswand vom Vormittag herlief. Wir steigen ab ins Tal des Puyon Khola, der kaum Wasser führt und wandern, immer im Flussbett bleibend, flussaufwärts in Richtung Yara. Dabei eröffnet sich uns eine bizarre, gigantische Felsenlandschaft. Hier gibt es unzählige Höhlen in den Felsformationen. Je weiter wir ins Tal reinkommen, desto wilder wird die Landschaft. Nach einem kurzen Anstieg aus dem Flussbett erreichen wir Yara.

11. Tag: Yara, 3600 Meter, 4 Stunden
Unser heutiges Ziel Lhori liegt nur knapp 2 Stunden Fußweg talaufwärts entfernt. Da wir wieder nach Yara zurückkehren und keine Zelte abbauen müssen, haben wir etwas mehr Muße. Vorbei an bizarren Felsformationen, wie wir sie ähnlich schon gestern gesehen haben, wandern wir gemütlich durch das Tal des Puyon Khola weiter. Rechts sehen wir nach ca. einer Stunde den Abzweig nach Damodar Kund, den heiligen Seen. Dann sehen wir auf einmal die beiden Klöster von Lhori links auf einem Hügel liegen. Die untere Gompa und darüber in luftiger Höhe die zweite Gompa. In der Gompa befinden sich einige schöne Gemälde, die den tibetischen Dichter Milarepa zeigen. Nach dem Besuch der unteren Gompa steigen wir zur oberen Gompa, Lhori Kabum genannt. Je näher wir der Gompa kommen, desto steiler und unwegsamer wird der Weg. Zum Schluss geht es über einen schmalen Holzsteig bis an das Kloster. Über eine kleine Leiter steigt man von unten in das Kloster ein. Im ersten Raum befinden sich einige alte Figuren und wundervolle Fresken. Hier handelt es sich um den Gebetsraum. Von dort geht es links durch einen noch schmaleren Zugang zu einem zweiten Raum. Unser Staunen ist riesig, als wir dort einen prachtvoll bemalten Stupa vorfinden. Zum Abschluss steigen wir über eine ziemlich morsche Baumtreppe aufs Dach des Klosters. Aber für den Ausblick ist es das wert. Wir wählen diesmal aber nicht den Weg durch das Flussbett, sondern zweigen kurz unterhalb von Lhori Kabum in Richtung Kara ab, einem kleinen Dorf oberhalb von Yara.

12. Tag: Tange, 3240 Meter, 7 Stunden
Bereits um 5:00 stehen wir am nächsten Morgen auf. Zunächst geht es hoch auf ein großes Plateau das sich auf 3600 Metern Höhe ausbreitet. Eine ganze Zeitlang geht es immer auf dieser Höhe bleibend weiter, bis wir schließlich in einem steilen Abstieg 300 Meter zum Gheching Khola absteigen. Bereits beim Abstieg hört man das starke Rauschen des Flusses. Wir suchen uns den Weg durch die vielen Arme des Flusses. Manchmal geht das Wasser nur bis zu den Knöcheln, aber einige Arme führen soviel Wasser, dass es bis zu den Oberschenkeln reicht. Dazu kommt die starke Strömung, die man schnell unterschätzt. Wichtig bei der Durchquerung ist es, nicht auf das Wasser zu schauen, sondern nach vorne. Beim Blick auf das Wasser wird es einem sofort schwindelig und man verliert das Gleichgewicht. Nach den Anstrengungen machen wir eine kleine Pause. Aus dem Tal müssen wir jetzt wieder auf 3800 Meter hochsteigen. Vom Pass geht es zunächst mal wieder etwas bergab und dann in einem ständigen leichten auf und ab bis in eine Scharte. Von dort steigen wir auf ein weiteres großes Plateau bis auf 3500 Meter ab. Dieses Plateau hat schon wüstenähnlichen Charakter; trocken, sehr staubig und ein starker Wind. Als wir das Ende des Plateaus schließlich erreichen, geht es durch eine enge Schlucht bergab, durch die sturmartig der Wind pfeift. Am Ende des Abstiegs folgt ein langer, leicht abfallender Weg quer zum Hang in Richtung Tange. Auf dem Weg in den Ort kommen wir an vielen Tschörten vorbei, die alle mit der für Mustang typischen Streifenbemalung versehen sind, symbolisieren die 8 wichtigsten Lebensstationen Buddhas und befinden sich auf einem mit vielen Manisteinen errichteten Mauersockel. Dahinter steht dann noch ein großer, innen bemalter Stupa und anschließend noch zwei weitere Stupas. Vor der gigantischen Bergkulisse ein beeindruckender Anblick!

13. Tag: Phaa, 4060 Meter, 5 Stunden
Heute steht bereits zu Beginn eine Flussdurchquerung auf dem Programm. Der Yak Khola ist aber nicht so mächtig und so geht es heute barfuss ohne Turnschuhe durch den Fluss. Auf der anderen Flussseite geht es nun stetig bergauf bis zum Tange La (4100 m). Vom Pass aus zieht sich nun ein langer Höhenweg, der sich immer zwischen 3800 und 4000 Metern bewegt den Hang entlang. Etwa 30 Minuten nach dem Pass
erreichen wir völlig abgelegen die einzige Wasserstelle des heutigen Tages Phaa, wo wir übernachten.

14. Tag: Chuksang, 3050 Meter, 7 Stunden
Der Weiterweg auf der Höhe zieht sich endlos hin. Die Ausblicke auf die Himalaya-Hauptkette atemberaubend. Nach 2-3 Stunden Wegzeit wartet man immer auf den beginnenden Abstieg nach Chuksang, aber nach jeder Kurve zieht sich der Weg weiter am Hang entlang. Allerdings wird man durch bizarre Felsformationen mit einem fantastischen Farbenspiel entschädigt. Schließlich kommt dann doch irgendwann der Abstieg, der sich in zwei größeren Etappen vollzieht. Die erste Etappe zieht sich durch eine der bizarren Steinformationen nach unten. Der Weg ist sehr rutschig und wir müssen vorsichtig absteigen. Nach einer kleinen Erholung, wo der Weg wieder einfacher wird, kommt dann die zweite Abstiegsphase runter nach Chuksang. Durch Chusang sind wir bereits auf dem Hinweg gekommen.

15. Tag: Jomosom, 2720 Meter, 4 Stunden
Auf dem vom Hinmarsch bekannten Weg gehen wir zurück, an Eklobati vorbei, nach Jomosom.

17. Tag: Pokhara, 800 Meter
Rückflug nach Pokhara, Tag zur freien Verfügung

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Nepalreisen, Heinz Nikolaus
Trekking und Kulturreisen in Nepal, Ladakh, Tibet, Peru
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