Tourenbeschreibung Mustang:
(Änderungen vorbehalten, Zeitangaben sind Richtwerte)
1. Tag: Busfahrt nach Pokhara, Resttag
zur freien Verfügung
2. Tag: Kagbeni, 2900 Meter, 2,5 Stunden
Transfer zum Flughafen und Flug nach Jomosom, Wanderung nach Kagbeni, dem
Eingangstor nach Mustang. Jomosom heißt auf Tibetisch Dzongsumba, hier
befand sich früher einmal die Grenze zu Tibet. Nach Ankunft in Jomosom und
Mittagessen setzen wir uns in Bewegung. Von Jomosom, 2720 Meter, gehen wir
in nördlicher Richtung zu einer Brücke, dort auf die östliche Seite des Thak
Khola (Fluss) und zum Hauptdorf. Nun weiter in einer Geröllebene bis Panda
Khola, 2790 Meter. Hinüber nach Ekle Bhatti, 2840 Meter und auf dem unteren
Weg bis Kagbeni, 2900 Meter, einer Siedlung mit mächtigem Klosterturm.
3. Tag: Chhuksang, 3050 Meter, 5 Stunden
Durch das Dorf, dann rechts hoch zu einem kleinen Pass und auf einem Hangweg
meist flach weiter, dann hinunter zum Schuttbett des Dhingho Khola. An
dessen östlicher Seite zu einen Platz, wo man das Schuttbett wieder
verlässt, 2900 Meter. Nun gehen wir rechts hoch auf ein Plateau, dann
hinunter in ein Tal und auf einem Hangweg nach Tangwe, 3100 Meter. Von hier
wandern wir hinauf zu einem Pass mit Sicht auf Chhuksang und Chele und
weiter hinunter zum Thak Khola in die Hauptgasse von Chhuksang.
4. Tag: Samar, 3700 Meter, 5 Stunden
Wir bleiben auf der östlichen Seite des Kali Ghandaki bis zu einer Brücke.
Hier wechseln wir auf die westliche Seite des mächtigen Flussbettes und
gehen steil hinauf nach Chele, 3200 Meter. Weiter steil hinauf durch
malerische Gegend, über einen Canyon und entlang eindrucksvoller
Sedimentwände zum Taklam La (Pass), 3624 Meter. Danach fast flach nach
Samar.
5. Tag: Geling, 3510 Meter, 6 Stunden
Von Samar geht es zunächst steil bergab, über ein Seitental, dann steil
hinauf zu einem Pass auf etwa 4000 Metern. Danach wandern wir hinab in einen
tiefen Canyon. Zum Felsenkloster geht es über steile Stufen hinauf. Nach der
Besichtigung dieses bedeutenden Klosters geht es langsam ansteigend zu der
Siedlung von Shyammochen, 3800 Meter. Weiter ansteigend zum Shyammochen La, 4000 Meter. Hier haben wir phantastische Sicht auf eine
trostlose Wüste im Norden und die glänzenden Gletscher des Annapurna Himal
im Süden! Abstieg durch ein Seitental und ansteigend nach Geling.
6. Tag: Dhakmar, 3820 Meter, 6 Stunden
Zunächst Aufstieg zum Pass, Nya La, 4050 Meter, dann kurzer Abstieg und
meist flach zu einem weiteren Pass, Ghemi La, 4000 Meter. Von dort hinunter
nach Ghemi, 3690 Meter. Wir gehen nach einer Brücke links ab und steigen auf
nach Kenam. Bald erreichen wir das an roten Felsen gelegene Dhakmar.
7. Tag: Tsarang, 3650 Meter, 5 Stunden
Anstieg zum Mui La, auf
knapp 4200 Meter Höhe. Danach steigen wir ab nach Lo Gekhar und besuchen das
wohl älteste Kloster des Tibetischen Buddhismus. Es soll noch vor dem
Kloster Samye in Tibet errichtet worden sein. Unsere weitere Wanderung führt
uns abwärts an Marang vorbei nach Tsarang.
8. Tag: Lo Manthang,
3760 Meter, 5 Stunden
Wir steigen ab in ein
großes, tiefes Seitental, dann kurz hinauf und links aus dem Seitental
hinaus in äußerst karger Landschaft, vorbei an einem mächtigen, einsamen
Chörten, 3650 m und einem kleinen Übergang in eine große Ebene, 3710 m. Nun
zum Teil auf einem sandigen Weg hinauf zum Lo La, 3950 m mit Sicht auf Lo
Manthang. Der Abstieg erfolgt auf einem breitem Weg in die Ebene und flach
zu den Stadtmauern von Lo Manthang, 3800 m.
9.Tag: Lo Manthang, 3760 Meter
(Nach Wunsch Ausritt nach Tinkar oder Garfuk)
Es gibt viel zu sehen: die Stadt mit ihrer Mauer; die Chhoten Gompa (altes
und neues Kloster mit vielen Novizen); Thupchen Gompa (prächtige
Versammlungshalle, 20 x 25 m, 7 m hoch, mit 28 riesigen Holzsäulen); Champa
Gompa (sehr schöne Statue des Buddha Maitreyia), das Schloss und König Jigme
Palbar Bista. Mit etwas Glück wird er uns zu einer Audienz empfangen.
10. Tag: Yara, 3600 Meter, 5 Stunden
Immer stetig bergan steigt der Weg von Lho bis auf ein Plateau von ca. 4100
Metern Höhe. Dabei gibt es immer wieder schöne Ausblicke auf die Stadt
zurück. Danach zieht sich unser Weiterweg auf der Höhe bleibend weiter;
dabei gibt es hinter jeder Ecke faszinierende Ausblicke, z.B. auch auf
Tsarang. Am Ende des Plateaus wartet ein sandiger und staubiger Abstieg
durch eine enge Schlucht herunter nach Dri (3400 m) auf uns. Als wir aus der
Schlucht heraustreten, sehen wir unter uns Dri am Mustang Khola liegen. In
Dri machen wir unsere Mittagspause. Nach unserer Pause geht es zunächst über
eine große Hängebrücke auf die andere Seite des Mustang Kholas, danach
leicht bergan und dann quer zum Hang bis ins Tal des Puyon Khola. Als wir
zurück auf Dri blicken, können wir nur noch erahnen, wo unser Weg aus der
breiten Felswand vom Vormittag herlief. Wir steigen ab ins Tal des Puyon
Khola, der kaum Wasser führt und wandern, immer im Flussbett bleibend,
flussaufwärts in Richtung Yara. Dabei eröffnet sich uns eine bizarre,
gigantische Felsenlandschaft. Hier gibt es unzählige Höhlen in den
Felsformationen. Je weiter wir ins Tal reinkommen, desto wilder wird die
Landschaft. Nach einem kurzen Anstieg aus dem Flussbett erreichen wir Yara.
11. Tag: Yara, 3600 Meter, 4 Stunden
Unser heutiges Ziel Lhori liegt nur knapp 2 Stunden Fußweg talaufwärts
entfernt. Da wir wieder nach Yara zurückkehren und keine Zelte abbauen
müssen, haben wir etwas mehr Muße. Vorbei an bizarren Felsformationen, wie
wir sie ähnlich schon gestern gesehen haben, wandern wir gemütlich durch das
Tal des Puyon Khola weiter. Rechts sehen wir nach ca. einer Stunde den
Abzweig nach Damodar Kund, den heiligen Seen. Dann sehen wir auf einmal die
beiden Klöster von Lhori links auf einem Hügel liegen. Die untere Gompa und
darüber in luftiger Höhe die zweite Gompa. In der Gompa befinden sich einige
schöne Gemälde, die den tibetischen Dichter Milarepa zeigen. Nach dem Besuch
der unteren Gompa steigen wir zur oberen Gompa, Lhori Kabum genannt. Je
näher wir der Gompa kommen, desto steiler und unwegsamer wird der Weg. Zum
Schluss geht es über einen schmalen Holzsteig bis an das Kloster. Über eine
kleine Leiter steigt man von unten in das Kloster ein. Im ersten Raum
befinden sich einige alte Figuren und wundervolle Fresken. Hier handelt es
sich um den Gebetsraum. Von dort geht es links durch einen noch schmaleren
Zugang zu einem zweiten Raum. Unser Staunen ist riesig, als wir dort einen
prachtvoll bemalten Stupa vorfinden. Zum
Abschluss steigen wir über eine ziemlich morsche Baumtreppe aufs Dach des
Klosters. Aber für den Ausblick ist es das wert. Wir wählen diesmal aber
nicht den Weg durch das Flussbett, sondern zweigen kurz unterhalb von Lhori
Kabum in Richtung Kara ab, einem kleinen Dorf oberhalb von Yara.
12. Tag: Tange, 3240 Meter, 7 Stunden
Bereits um 5:00 stehen wir am nächsten Morgen auf. Zunächst geht es hoch auf
ein großes Plateau das sich auf 3600 Metern Höhe ausbreitet. Eine ganze
Zeitlang geht es immer auf dieser Höhe bleibend weiter, bis wir schließlich
in einem steilen Abstieg 300 Meter zum Gheching Khola absteigen. Bereits
beim Abstieg hört man das starke Rauschen des Flusses. Wir suchen uns den
Weg durch die vielen Arme des Flusses. Manchmal geht das Wasser nur bis zu
den Knöcheln, aber einige Arme führen soviel Wasser, dass es bis zu den
Oberschenkeln reicht. Dazu kommt die starke Strömung, die man schnell
unterschätzt. Wichtig bei der Durchquerung ist es, nicht auf das Wasser zu
schauen, sondern nach vorne. Beim Blick auf das Wasser wird es einem sofort
schwindelig und man verliert das Gleichgewicht. Nach den Anstrengungen
machen wir eine kleine Pause. Aus dem Tal müssen wir jetzt wieder auf 3800
Meter hochsteigen. Vom Pass geht es zunächst mal wieder etwas bergab und
dann in einem ständigen leichten auf und ab bis in eine Scharte. Von dort
steigen wir auf ein weiteres großes Plateau bis auf 3500 Meter ab. Dieses
Plateau hat schon wüstenähnlichen Charakter; trocken, sehr staubig und ein
starker Wind. Als wir das Ende des Plateaus schließlich erreichen, geht es
durch eine enge Schlucht bergab, durch die sturmartig der Wind pfeift. Am
Ende des Abstiegs folgt ein langer, leicht abfallender Weg quer zum Hang in
Richtung Tange. Auf dem Weg in den Ort kommen wir an vielen Tschörten
vorbei, die alle mit der für Mustang typischen Streifenbemalung versehen
sind, symbolisieren die 8 wichtigsten Lebensstationen Buddhas und befinden
sich auf einem mit vielen Manisteinen errichteten Mauersockel. Dahinter
steht dann noch ein großer, innen bemalter Stupa und anschließend noch zwei
weitere Stupas. Vor der gigantischen Bergkulisse ein beeindruckender
Anblick!
13. Tag: Phaa, 4060 Meter, 5 Stunden
Heute steht bereits zu Beginn eine Flussdurchquerung auf dem Programm. Der
Yak Khola ist aber nicht so mächtig und so geht es heute barfuss ohne
Turnschuhe durch den Fluss. Auf der anderen Flussseite geht es nun stetig
bergauf bis zum Tange La (4100 m). Vom Pass aus zieht sich nun ein langer
Höhenweg, der sich immer zwischen 3800 und 4000 Metern bewegt den Hang
entlang. Etwa 30 Minuten nach dem Pass
erreichen
wir völlig abgelegen die einzige
Wasserstelle des heutigen Tages Phaa, wo wir übernachten.
14. Tag: Chuksang, 3050 Meter, 7 Stunden
Der Weiterweg auf der Höhe zieht sich endlos hin. Die Ausblicke auf die
Himalaya-Hauptkette atemberaubend. Nach 2-3 Stunden Wegzeit
wartet man immer auf den beginnenden Abstieg nach Chuksang, aber nach jeder
Kurve zieht sich der Weg weiter am Hang entlang. Allerdings wird man durch
bizarre Felsformationen mit einem fantastischen Farbenspiel entschädigt.
Schließlich kommt dann doch irgendwann der Abstieg, der sich in zwei
größeren Etappen vollzieht. Die erste Etappe zieht sich durch eine der
bizarren Steinformationen nach unten. Der Weg ist sehr rutschig und wir
müssen vorsichtig absteigen. Nach einer kleinen Erholung, wo der Weg wieder
einfacher wird, kommt dann die zweite Abstiegsphase runter nach Chuksang.
Durch Chusang sind wir bereits auf dem Hinweg gekommen.
15. Tag: Jomosom, 2720 Meter, 4 Stunden
Auf dem vom Hinmarsch bekannten Weg gehen wir zurück, an Eklobati vorbei,
nach Jomosom.
17. Tag: Pokhara, 800 Meter
Rückflug nach Pokhara, Tag zur freien Verfügung |