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Everest,
Hochtäler des Khumbu
(Änderungen vorbehalten, Zeitangaben sind Richtwerte)
01. Tag: Lukla, 2850 m - Phakding, 2650 m (1 Stunde Flug,
3 Stunden Wanderung)
Am frühen Morgen starten wir mit dem Flugzeug nach Lukla (2.850 m). Nach
einem atemberaubenden Flug kommen wir auf dem Tensing-Hillery-Flughafen in
Lukla an. Dieser Ort ist wenig interessant und wir beginnen gleich die
Wanderung in Richtung Phakding. Durch das immer enger werdende Tal des Dudh
Kosi gehen wir leicht bergauf und bergab auf die Schneeberge im Norden zu.
Nach ca. einer Stunde treffen wir auf den Hauptweg, der von Jiri kommt. Nach
zwei Stunden Wanderung sind wir am Ziel, am Ufer des Dudh Kosi, in Phakding
angelangt.
02. Tag: Jorsale, 2850 m (3 Stunden)
Wir gehen rechts am Fluss bis zu einer Hängebrücke, die wir überqueren. Auf
der linken Seite wandern wir durch lichten Wald, einige Stellen sind von
Erdrutschen blank gelegt, bis zu einer Holzbrücke kurz vor Chumo, 2870 m.
Bei Monzo, 2890 m, betreten wir, nachdem die Formalitäten erledigt sind, den
Sagarmatha Nationalpark. Diese kurze Wanderung erspart uns einen Ruhetag in
Namche Bazar und dient der besseren Akklimatisation.
03. Tag: Namche Bazar, 3440 m (2,5 Stunden)
Auf der Hillary Hängebrücke überqueren wir den tief unter uns liegenden Dush
Kosi. Diese Brücke ist der einzige Zugang zum gesamten oberen Khumbu. Wir
verlassen die Tallandschaft und steigen auf zur Hochgebirgsregion des Khumbu
und zu ihrer Hauptgemeinde Namche Bazar. Am Nachmittag haben wir noch
genügend Zeit, den geschäftigen Ort zu besichtigen.
04. Tag: Thame, 3740 m (4 Stunden)
Der Weg ist einfach. Er beginnt hinter dem Kloster von Namche Bazar. Nach
Thamo wandern wir wenig bergauf und bergab immer weiter in das enger
werdende Tal und weiter nach Thame. Über dem Ort, hoch oben an steile Felsen
geklemmt liegt das Kloster, das wir nachmittags besuchen können.
05. Tag: Khumjung, 3790 m (4 Stunden)
Auf demselben Weg steigen wir durch einen Wacholderhain hinunter zur Brücke
über den Nangpo Tsango, 3620 m und weiter leicht ansteigend auf dem Höhenweg
bis Thamo, 3460 m. Nach einem Abzweig bleiben wir auf gleicher Höhe und
kommen nach Phurte, 3440 m. Jetzt geht es etwas steiler bergauf zum Flugfeld
von Syamboche, 3770 m. Von hier aus steigen wir gemächlich auf zum Pass,
3800 m. Geht man noch etwas weiter nach oben, kann man die Spitze des
Everest hinter dem Nuptse und Lhotse sehen. Unter uns stehen die ersten
Häuser von Khumjung. An Manimauern vorbei gehen wir in die von Bergen
umschlossene Siedlung.
06. Tag: Dole, 4040 m (4 Stunden)
Wir betreten nun eines der spektakulärsten Hochtäler der Welt. Von Khumjung,
3790 m, wenden wir uns links dem Berghang zu, der vom Khumbui Yul Lha (dem
Schutzgott des Khumbu) gebildet wird. Bald gelangen wir zu einer
Steintreppe, die ein steiles Felscouloir hinaufführt und gehen auf einem
herrlichen Höhenweg stetig hinauf zum Chörten von Mong, 3973 m. Der Abstieg
führt durch Mischwald bis Phortse Drangka, ca. 3800 m. Hier zweigt der Weg
nach rechts zum Bach und nach Phortse ab, wir gehen aber links durch den
Wald in eine Schlucht. Diese verlassen wir nach links auf steilem Weg hinauf
bis zur Alp Dole, 4040 m. Wir befinden uns hier auf einem herrlicher Platz
mit Sicht auf Kang Tenga und Tramserku.
07. Tag: Pangka, 4480 m (3 Stunden)
Wir machen heute eine relativ kurze Etappe und benutzen den Nachmittag für
weitere Aktivitäten. Von Dole steigen wir auf den Moränenhügel (Sicht auf
Cho Oyu!) und weiter leicht ansteigend bis Luza, 4380 m. Der folgende
Aufstieg ist nur noch kurz und wir gehen dann flach hinab nach Machhermo,
4410 m. Danach folgt wieder ein kurzer Aufstieg und danach flach nach Pangka,
4480 m. Nachmittags besteht die Möglichkeit auf einen Aussichtsberg mit Höhe
5065 m oder, noch schöner, zur Alp Chhuyüma, 4920 m, im Nyimagawakessel
gegenüber zu wandern.
08. Tag: Gokyo, 4750 m (3 Stunden)
Der Aufstieg erfolgt am linken (westlichen) Bachufer entlang, dann kurz
durch Geröll hinauf zum ersten See, 4600 m, weniger ansteigend zum zweiten
See, Longponga Tsho, 4700 m, und schließlich fast flach der Moräne entlang
nach Gokyo, 4750 m, mit seinem sehr schönen See (Gokyo Tsho).
09. Tag: Gokyo Peak, 5330 m (4 Stunden)
Heute besuchen wir diesen herrlichen Aussichtsberg im Gokyo-Tal. Wir
überqueren den Bach, der den See speist, auf gut positionierten Steinen.
Dann folgen wir den Wegspuren und steigen am Südhang auf bis zum Gokyo Peak,
5330 m. Wir haben eine phantastische Sicht auf Cho Oyu, Everest, Lhotse und
Makalu, alles Achttausender! Der Abstieg erfolgt auf dem gleichen Weg. Je
nach Verhältnissen oder Form benötigt man mehr oder weniger Zeit.
10. Tag: Na, 4420 m (3 Stunden)
Heute ist nochmals ein kurzer Tag, der eventuell schon am Vortag (nach der
Besteigung des Gokyo Peak) bewältigt werden kann. Man ist aber praktisch
gezwungen, in Na zu nächtigen, da zwischen Na und Phortse keine
Einrichtungen bestehen und die Etappe Gokyo – Phortse zu lang wäre. Wir
wandern hinunter zum Longponga Tsho und dann nach links auf die Moräne des
mächtigen Ngozumpa Gletschers, 4770 m. Wir überqueren den schuttbedeckten
Gletscher nach Dragnag, 4690 m. Hier ist die Abzweigung zum Cho La. Nun geht
es auf beschaulichem Pfad zur Alp Charchung, 4620 m. Es folgt ein leichter
Abstieg nach Na, 4420 m.
11. Tag: Phortse, 3840 m (4 Stunden)
Wir überqueren den kleinen Bach unterhalb von Na und wandern auf einem
schönen Höhenweg, gegenüber der vom Hinweg bekannten Alpweiden von Machhermo,
Luza und Lhabarma, bis Gyalakpa, 4360 m. Nun erfolgt der Aufstieg bis Thare,
4380 m. Hier befinden sich ein kleines Teehaus und ein Zeltplatz. Dem
Hangweg entlang wandern wir zum Lunch in Konar, 4050 m, einer sehr schönen
Talnische. Nun Abstieg (auf dem oberen Weg bleibend) bis Phortse, 3840 m,
einem großes Sherpa-Dorf auf einer mächtigen Terrasse.
12. Tag: Periche, 4250 m (4,5 Stunden)
Wir verlassen das Dorf auf dem Hangweg, der vom oberen Dorfteil zu einem
Übergang hinaufführt. Der anschließende Höhenweg sucht seinesgleichen auf
der Welt. Mit der Sicht auf Ama Dablam, Nuptse, Everest und Lhotse gehen wir
hinauf zum oberen Dorfteil von Pangboche, 3990 m. Wir wandern weiter durch
einen Wacholderwald und gelangen schließlich auf den Hauptweg, der von
Tengboche kommt. Auf diesem gehen wir über Shomare nach Orsho, 4100 m, und
weiter über einen Pass hinunter nach Periche.
13. Tag: Lobuche, 4930 m (3 Stunden)
Sollte jemand Akklimatisierungsschwierigkeiten haben, sollte man unbedingt
einen Tag Rast in Periche einlegen. Wer jedoch gut akklimatisiert ist, und
das sollte man bei dem geplanten Tourenverlauf nun auch sein, steigt heute
auf die letzte Siedlung auf. Zunächst auf der flachen Weide nach Phalang
Kharpo, 4350 m, dann hinauf nach Duglha, 4620 m. Von hier recht steil das
Moränental links des Khumbu Gletschers hinauf an einen kleinen Pass mit
vielen Gedenksteinen und Chörten auf ca. 4850 m. Die letzte Etappe geht
wieder nur leicht ansteigend nach Lobuche.
14. Tag: Everest Basecamp, 5600 m – Gorak Shep 5190 m. (6 Stunden)
Wir gehen sehr früh westlich des Gletschers auf einem guten Weg bis
zur Moräne des Changri-Gletschers, die überquert wird. Zunächst müssen wir
über Grashänge und zum Schluss über Felsblöcke stets auf und ab bis sich
eine Ebene vor uns ausbreitet. An Gorak Shep, 5190 m, vorbei gehen wir
weiter zum Khumbu Gletscher und bis zum Fuße des Eisfalls, wo das Basecamp
steht. Auf demselben Weg geht es zurück nach Gorak Shep.
15. Tag: Kala Pattar, 5550 m, Duglha, 4320 m (5 Stunden)
Von Gorak Shep ist es ein recht langweiliger Aufstieg auf den schwarzen
Hügel, was das Wort bedeutet. Die Aussicht ist dafür umwerfend. Nahezu auf
allen Kalendern, die den Everest zeigen, ist genau diese Aussicht zu sehen.
Besonders schön erscheint von hier oben aber der Pumori mit über 7000 m. Auf
demselben Weg kehren wir nach Gorak Shep zurück und steigen nach einer
Kräftigung ab nach Lobuche und weiter nach Dughla.
16. Tag: Chukhung, 4730 m (5 Stunden)
Wir gehen oberhalb von Periche nach Dingboche, 4420 m, und sind jetzt
bereits im Chukhung Tal. Wir durchqueren dieses Dorf und wandern weiter nach
Chukhung (Aussicht auf den begehrten Island Peak).
17. Tag: Tengboche, 3870 mm (5 Stunden)
Wir müssen zurück bis nach Dingboche und weiter hinunter zum Zusammenfluss
von Khumbu Drangka und Imja Drankha, dann über eine Brücke nach Orsho und
vorbei an Manimauern nach Pangpoche, 3920 m, mit seinem alten Kloster. Wir
steigen ab zur sogenannten Yakbrücke und müssen recht steil hinauf nach
Tengboche. Hier empfiehlt es sich, das bekannte Kloster in herrlicher Lage
zu besuchen.
18. Tag: Namche Bazar, 3440 m (5 Stunden)
Der Abstieg führt durch Rhododentronwald nach Phunki Drangka, dem tiefsten
Ort im oberen Khumbu. Über die Brücke und durch den Wald gehen wir auf der
anderen Seite des Flusses hinauf nach Sanasa. Von dort auf einem schönen
Höhenweg nach Namche Bazar.
19. Tag: Lukla, 2830 m (4,5 Stunden)
Auf dem bekannten Pfad wandern wir zunächst nach Phakding, 2600 m. Danach
auf der linken (östliche) Seite des Dudh Kosi hinauf nach Cheplung, 2680 m,
und weiter zum Schluss leider noch ansteigend nach Lukla, 2834 m
20. Tag: Kathmandu, 1300 m
Flug nach Kathmandu. |