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Medizinische Versorgung

bei Reisen und Trekking in Nepal

Die medizinische Versorgung in Nepal ist äußerst schlecht. Vergleichszahlen aus Deutschland in Klammern. So entfallen auf 13800 (300) Nepali ein Arzt und unter 2000 (15) ein Krankenhausbett. Dementsprechend ist die durchschnittliche Lebenserwartung bei 58 (79) Jahren. Ein weiterer Index der schlechten medizinischen Versorgung ist die immer noch hohe Kindersterblichkeit. Innerhalb der ersten fünf Lebensjahre sterben von 1000 Kindern 74 (10).
Diese Situation hat Konsequenzen für den Trekkingtouristen. Jeder Wanderer auf abgelegenen Wegen in Nepal sollte sich klar darüber sein, dass eine in den Alpen gewohnte medizinische Versorgung und Bergrettung nicht möglich ist. Vorbeugung  und Vorbereitung auf die Reise sind Voraussetzungen, einen Trek gesundheitlich gut zu überstehen.
Die gesundheitlichen Gefahren bestehen durch:

Durchfallerkrankungen
Das Risiko von Durchfallerkrankungen ist im gesamten Lande sehr hoch.

Höhenkrankheit
Ab einer Höhe von ca. 2500 Meter besteht die Gefahr Höhenkrank zu werden.

Infektionskrankheiten
Die Gefahr einer Infektionskrankheit besteht in zweierlei Hinsicht: 1. Durch Nahrungsmittel und Wasser verursachte und 2. durch Insekten übertragene Krankheiten

Straßenverkehr
Der schlechte Zustand der Fahrzeuge (Bus, Taxi), der schlechte Zustand der Straßen und der chaotische Verkehr macht den Straßenverkehr zu einer nicht unbeachtlichen, oft unterschätzten Gefahrenquelle.

Verletzungen beim Wandern
Die Gefahr sich beim Wandern zu verletzen ist recht gering. 

Vorsorgemaßnahmen:

Impfungen
Es besteht in Nepal kein Impfzwang für europäische Touristen. Lassen Sie sich bei ihrem Arzt beraten. Empfohlene Impfungen: Hepatitis A, B und C, Typhus, Tollwut, Wundstarrkrampf, Hirnhautentzündung, Polio.
Malariaprophylaxe ist in den Bergen und im Kathmandutal nicht nötig. 

körperliche Vorbereitung
wer regelmäßig wandert, Fahrrad fährt oder sonst einer sportlichen Tätigkeit nachgeht braucht für eine leichte Trekkingtour (zum Beispiel Helambu) keine weitere Vorbereitung.
Für mittelschwierige Trekkingtouren wie (zum Beispiel Annapurnarunde), sollte schon erfahrener Bergwanderer sein und Ausdauer für Gehzeiten von 8 bis 10 Stunden haben.
Für schwierige Touren oder Gipfelbesteigungen (zum Beispiel Naya Khanga) ist die Erfahrung als Hochtourengänger in den Westalpen Voraussetzung. Bei diesen Touren wird eine Ausbildung beim DAV oder ein Tourenbericht der letzten Jahre gefordert.

Maßnahmen vor Ort:

Essen/Trinken
Trinken sie nur abgekochtes oder gefiltertes Wasser und verwenden sie ein Desinfizierungsmittel, wie zum Beispiel Mikropur forte. Essen sie nur geschälte Früchte, andere nur, wenn sie sicher sind, dass sie mit jodierten oder abgekochten Wasser gewaschen wurden. Vermeiden sie Fleisch und Fischgerichte. In Nepal empfiehlt es sich vegetarisch zu leben.

Gehweise
Gehen sie äußerst vorsichtig und konzentriert. Bleiben sie zum Schauen und fotografieren stehen. Passen sie die Gehgeschwindigkeit den Bedingungen an. Versuchen sie durch die Nase zu atmen. Wenn das nicht geht, sind sie wahrscheinlich zu schnell. In größeren Höhen  müssen die Tagesetappen deutlich verkürzt werden. Nach etwa zwei bis drei Stunden sollte eine längere Pause eingerichtet werden. Trinken sie regelmäßig.

Körperhygiene
In Nepal gibt es überall Ungeziefer wie Zecken, Flöhe und Wanzen. Blutegel sind ab Mai bis Ende September und an feuchten Tagen bis auf  knapp 3000 Meter Höhe anzutreffen.
Putzen sie ihre Zähne nur mit entkeimten Wasser. Auch beim Duschen sollte man kein Wasser in den Mund nehmen. Decken Sie Wunden ab.

Sonstiges
Das Temperaturgefälle zwischen Tag und Nacht, Sonne und Schatten ist besonders hoch. Denken sie bei ihrer Kleidung daran. Eine dicke Jacke im Gepäck des Trägers nutzt wenig! Die Sonne ist auf diesem Breitengrad und in der Höhe besonders aggressiv. Denken sie an Sonnenschutz, Lippenschutz und vor allem an eine gute Sonnenbrille (oder zwei).

Nepalreisen, Heinz Nikolaus
Trekking und Kulturreisen in Nepal, Ladakh, Tibet, Peru
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