TrekkingNepalNaturwunder NepalSonnenaufgang in NepalBerge in Nepal

Home ] Nach oben ] Dolpo ] Dhaulagiri ] [ Mustang ] Annapurna ] Ganesh ] Langtang und Helambu ] Rolwaling ] Khumbu ] Kathmandu Tal ]

Mustang

Das Königreich Loh

Geographie und Topographie
Kaum eine Region unterscheidet sich derart vom bekannten Nepalbild wie Mustang. Der Kali Gandaki durchschneidet den Himalaya zwischen Dhaulagiri und Annapurna. Im Norden dieser Berge, im Monsunschatten des Inneren Himalaya, breitet sich das ehemals verbotene Königreich aus, welches heute politisch zu Nepal gehört. Der zentrale Fluss heißt ganz im Norden Mustang Chhu, später Thak Khola und erst weiter unten Kali Gandaki. Er frisst sich nahe der tibetischen Grenze canyonartig in die kilometerdicken Konglomeratschichten. Links und rechts davon befinden sich ausgedehnte Hochplateaus, welche ihrerseits wieder durch Seitenschluchten kurz unterbrochen werden. Mustang wird von verschiedenen kleinen Gebirgszügen begrenzt, im Westen durch den Mustang Himal, im Osten durch Mustangbhot Himal und Damodar Himal. Im Süden bilden die mächtigen Ketten von Annapurna und Dhaulagiri eine Barriere für den Monsun, der in Mustang nur einen sehr marginalen Einfluss hat.
Erreichbarkeit
Trotz seiner Abgeschiedenheit an der Nordgrenze Nepals ist Mustang relativ leicht erreichbar. Für die Akklimatisation ideal wäre der Anmarsch durch das Kali Gandaki-Tal von Pokhara oder Beni aus. Eilige benutzen die täglichen Flüge von Pokhara nach Jomosom.
Klimazone
Mustang befindet sich im Einflussbereich des trockenen Kontinentalklimas. Die Vegetation beschränkt sich auf kleinen Buschwuchs und Steppengras, Brauntöne beherrschen das Bild. Die Gegend hat einen ausgesprochen wüstenhaften Charakter. Lediglich in der Nähe der Dörfer sind einige Bäume zu sehen. Der Anbau von Gerste geschieht in Oasenwirtschaft. Wo nicht bewässert werden kann, ist keine Landwirtschaft möglich.
Bevölkerung
Die Bevölkerung besteht aus Lhopa (tib. lho = Süd(en), pa = Volk), tibetischstämmigen Buddhisten. Die wenigen Dörfer, meist Oasensiedlungen, liegen durchwegs oberhalb von 3000 m und sind jeweils relativ weit voneinander entfernt. Die tibetische Kultur kann dort in einem relativ behüteten Zustand bewundert werden, obwohl durch die Grenzschließung der ehemals sehr bedeutende Salzhandel und die damit verbundenen Erwerbsquellen versiegt sind. Dieser wirtschaftliche Rückgang bewirkte eine Abwanderung der reichen Oberschichten in tiefere Gefilde und nach Kathmandu.
Wissenswertes
Der Ruf Mustangs lebt von der Aura des Geheimnisvollen und vom Umstand, das es sich um ein Königreich innerhalb Nepals handelt. Die Landschaft unterscheidet sich sehr dramatisch von allen anderen Gebieten in diesem Land und besticht durch ihre enorme Kargheit. Wenn man sich in diese Bergsteppe begibt, hat man kaum noch das Gefühl, in Nepal zu sein, eher in Tibet. Besonders sehenswert sind die teilweise sehr alten Lamaklöster und die "Stadt" Lho Manthang mit ihren kolossalen Befestigungsmauern. Das Gebiet wurde erst 1992 für eine beschränkte Anzahl Fremde geöffnet. Der Besuch unterliegt diversen Auflagen, so benötigt man eine spezielle (und mit US-$ 70.- pro Person und Tag auch außerordentlich teure) Bewilligung. Es werden nur Gruppen von mindestens zwei Personen zugelassen, die ihren Trek über eine Trekkingagentur in Kathmandu organisieren.

Eignung
Mustang eignet sich sehr für einen Zweit- oder Drittbesuch Nepals. Der Trek ist zwar relativ kurz und nicht sehr anstrengend, aber die durchwegs beträchtliche Höhenlage kann bei Untrainierten Probleme verursachen.

 

Nepalreisen, Heinz Nikolaus
Trekking und Kulturreisen in Nepal, Ladakh, Tibet, Peru
Sitemap: Reisetipps  Landesinformationen   Hinduismus Buddhismus Volksgruppen Besichtigungen Umgang mit der Bevölkerung Trekkinginformationen Höhenkrankheit Packlisten Wanderwege Hochtouren Schwierigkeitsbewertung Träger Essen in Nepal Medizinische Versorgung Währung Kommunikation Schlafen Einkaufen FAQ Visa Links Trekkinggebiete Touren Flüge Anmeldung Partner Kontakt Gästebuch